In seinem Ursprung geht das Prager-Eltern-Kind-Programm auf den Psychologen
Dr. Jaroslav Koch zurück, der in den 60er Jahren im Rahmen seiner Forschungsarbeiten am Institut
für Mutter und Kind in Prag < ihm zu Ehren führt das Programm auch das Wort PRAG > eine Reihe
von Spiel- und Bewegungsanregungen für Babys und ihre Betreuerinnen entwickelte, die als intensive Stimulation die gesamte Entwicklung des Säuglings unterstützen sollte.
Beim 26. Kongress der deutschen Gesellschaft für Psychologie 1972 in Göttingen referierte Dr. Koch über den „Einfluss der frühen Bewegungsstimulation auf die motorische und psychische Entwicklung
des Säuglings“.

Bei diesem Kongress war auch die deutsche Psychologin Christa Ruppelt. Zu der damaligen Zeit war
Frau Ruppelt in der Erziehungsberatung tätig und ihr wurde früh klar, dass eine Vielzahl von Schwierigkeiten zwischen Eltern und Kindern durch gemeinsames Lernen und bewusstes Erleben in
der frühsten Kindheit positiv beeinflusst werden könnten.

Aufbauend auf den Ideen und Erkenntnissen von Dr. Jaroslav Koch entwickelte Frau Professor
Christa Ruppelt dann in den 70er Jahren in Zusammenarbeit mit Sozialarbeiterinnen und
Pädagoginnen das gruppenpädagogische Konzept PEKiP.
Die wissenschaftliche Begleitung und letztendlich die Weiterentwicklung zu einem
Fortbildungskonzept für sozialpädagogische Berufsgruppen, verdankt das PEKiP nicht zuletzt der tatkräftigen Unterstützung von Hans Ruppelt, Sozialwissenschaftler
und Professor für Sozialpädagogik an der Gesamthochschule Wuppertal. Mit zahlreichen Veröffentlichungen in der Fachpresse, verhalf er dem Prager-Eltern-Kind-Programm zur Beachtung in
der pädagogischen Fachwelt.

Die Konzeptgründerinnen waren es auch, die Ende der 80er Jahre den Verein für Gruppenarbeit mit Kindern im ersten Lebensjahr in Deutschland gründeten.

Das PEKiP-Konzept verband zwei wichtige Gedanken der Pädagogik der frühen 70er Jahre – den Gedanken der Prävention und den des Lernens in Gruppen.

Seit mehr als 30 Jahren erfreuen sich PEKiP-Kurse in Deutschland großer Beliebtheit. Kein Wunder,
denn das Prager-Eltern-Kind-Programm, kurz PEKiP, lädt Familien dazu ein, die gesunde Entwicklung ihres Babys spielerisch zu unterstützen.

Auch in Österreich gewinnt PEKiP immer mehr an Bedeutung und ist immer mehr Eltern ein Begriff!