PEKiP-Standards

Das Prager-Eltern-Kind-Programm ist ein Angebot der Elternbildung im Sinne einer
Entwicklungsbegleitung während des ersten Lebensjahres des Kindes
.

Ab der 4.-6. Lebenswoche treffen sich Eltern mit ihren Babys in kleinen Gruppen.

Zu einer Gruppe gehören 6-8 Erwachsene und die dazugehörigen Babys.
Die Babys sind altersgleich. Die Gruppe bleibt während des ersten Lebensjahres
der Kinder zusammen.

Die Gruppentreffen finden einmal pro Woche statt und dauern
jeweils anderthalb Stunden, wobei das An- und Ausziehen des Babys Teil des Gruppentreffens ist. Die PEKiP-Gruppe trifft sich in einem warmen Raum(26°-28°), in dem Matten auf dem Boden liegen. In der Zeit, in der sich Eltern von ihren sonstigen Verpflichtungen frei machen,
spielen sie mit ihren Babys auf dem Boden.

Babys, die nackt sind,
bewegen sich im warmen Raum spontaner und intensiver.
Sie weinen weniger und sind insgesamt zufriedener und
genießen den Hautkontakt zu den Eltern.

Die Gruppenleiterin / der Gruppenleiter zeigt einige Anregungen,
die dem fortschreitenden Entwicklungsstand der Kinder entsprechen. Als Demonstration wird eine Puppe eingesetzt.
Bei dem Spielangebot werden die Babys selber aktiv.
Die Eltern werden unterstützt, sich an den Bedürfnissen ihres Babys zu orientieren.
Sie spielen mit dem Baby, wenn es wach ist. Wenn es müde ist, darf es schlafen.
Wenn es hungrig ist, darf es essen.
Die Gruppenleiterin / der Gruppenleiter greift solche Stimmungen auf und spricht sie an.
Für die Erwachsenen wird es leichter, verschiedene Gefühle zu akzeptieren und damit umzugehen.
Die Kinder interessieren sich auch für die anderen Babys,
erkennen sie wieder, haben Freude am Kontakt miteinander
und regen sich gegenseitig zu Bewegung an.
Für die Eltern wird deutlich, dass jedes Baby einen eigenen Rhythmus hat,
unterschiedliche Verhaltensweisen zeigt und sich auf eigene Weise entwickelt.
Die Kinder nehmen zu den anderen Erwachsenen in der Gruppe selbständig Kontakt auf.
In der Gruppe reden die Erwachsenen in entspannter Atmosphäre miteinander.
Sie tauschen Erfahrungen im Umgang mit ihrer neuen Rolle als Eltern aus und
über die Umorganisation des Alltags- und Berufslebens.
Sie besprechen mit der Gruppenleiterin die Entwicklung und Gesundheit ihres Kindes.

PEKiP-Gruppen können mit weiteren Formen der Elternarbeit ergänzt werden.

PEKiP-Gruppen werden von PEKiP-GruppenleiterInnen geleitet,
die durch eine spezielle Zusatzausbildung qualifiziert sind.
Träger der Qualifikation ist der PEKiP e.V..
Zu dieser Fortbildung werden Fachkräfte zugelassen,
die einen sozialpädagogischen Grundberuf haben.
Die Fortbildung umfasst einen Grundkurs in Theorie und Praxis des PEKiP,
Hospitationen in bestehenden PEKiP-Gruppen
und Gruppensupervision parallel zur Leitung von 2 PEKiP-Gruppen.
Sie erstreckt sich in der Regel über zwei Jahre.
Nach Abschluss der Fortbildung erhalten die GruppenleiterInnen das PEKiP
®-Zertifikat.
PEKiP-Gruppen können nur von ausgebildeten GruppenleiterInnen mit PEKiP -Zertifikat durchgeführt werden.
PEKiP
®  ist ein eingetragenes Warenzeichen und gesetzlich geschützt.

 

PEKiP-ZIELE

Wir wollen:

Kontakte der Kinder zu Gleichaltrigen und zu anderen
Erwachsenenermöglichen

den Erfahrungsaustausch und den Kontakt der Eltern untereinander fördern

das Kind durch Bewegungs-, Sinnes- und Spielanregungen in seiner Entwicklung begleiten

die Beziehung zwischen Kind und Eltern stärken und vertiefen